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Wanderausstellung Schulen
Termin: Nach Vereinbarung
Zielgruppen: Mittelschulen, Gymnasien ab Klasse 8
Wir kommen mit unserer Ausstellung in Ihre Schule!
Der Förderverein Kulturstadt Görlitz-Zgorzelec e.V. (FVKS) möchte anbieten, mit unserer Ausstellung „Helden des Alltages“ den Geschichts- oder Politikunterricht an Ihrer Schule zu unterstützen. Die Ausstellung kommt zu Ihrem Wunschtermin direkt in die Klassenzimmer.
Uns liegt das Thema „Helden des Alltags“ auch angesichts der steten rechtsextremistischen Bedrohung sehr am Herzen. Wir sehen wir darin eine große Chance, einerseits unsere Kinder und Jugendliche über die Ereignisse während der Zeit des Nationalsozialismus aufzuklären und ihnen andererseits aufzuzeigen, was es heisst für Mitmenschen aktiv einzutreten.
Bei Bedarf bieten wir auch Vorträge als Ergänzung des Unterrichts mit anschließenden Diskussionsrunden. Unsere Mitarbeiterin Monika Kamphake widmet sich seit geraumer Zeit dieser bedeutsamen und schwierigen Thema auf ganz besondere Weise. Im Mittelpunkt stehen die Geschichten und Möglichkeiten einzelner, sich gegen Unrecht zur Wehr zu setzen und die Ideale „Freiheit“, „Menschenwürde“ und „Toleranz“ auch unter schwierigsten Bedingungen im Alltag zu leben.
So erinnert die Wanderausstellung „Helden des Alltags“ vor allem an jene, die zur Zeit des Nationalsozialismus in allen von Hitler-Deutschland besetzten Gebieten Europas den Mut und die Entschlossenheit aufbrachten, dem System unter Einsatz ihres Lebens die Stirn zu bieten. Unser Augenmerk liegt dabei auf den so genannten „Gerechten unter den Völkern“, den jüdischen und deutschen Widerstandskämpfern.
„Gerechter unter den Völkern“ ist ein Titel für Nichtjuden, die während des Nationalsozialismus ihr Leben für die Rettung von jüdischen Menschen riskierten. Der Name stammt aus dem Talmud und besagt: „Die Gerechten unter den Völkern der Welt haben einen Platz in der kommenden Welt.“ Allerdings gibt es keine starre Definition, denn im Allgemeinen waren diejenigen Menschen Gerechte, die ihren jüdischen Mitmenschen Freundlichkeit, Mitgefühl und Unterstützung entgegenbrachten. Vierzig dieser Gerechten unter den Völkern werden wir ihnen mit der Ausstellung präsentieren.
Der Widerstand im damaligen Hitler-Deutschland ist von ganz unterschiedlichen Menschen und höchst individuell geleistet worden. Es gab nicht nur die heldenhaft bekannt gewordenen Männer und Frauen, wie Claus Schenk Graf von Stauffenberg, Mildred Harnack in der Roten Kapelle oder die Geschwister Scholl. In der Bevölkerung gab es viele Männer und Frauen, die nie ins Rampenlicht rückten, aber dem System trotzdem die Stirn boten, indem sie einfach nur menschlich handelten. In Fabriken steckten viele Frauen den Zwangsarbeitern heimlich ein Stück Brot zu oder hatten ein kleines Lächeln für den Nebenmann übrig. Die Ausstellung fokussiert auf eben diese „Helden des Alltags“.
In der breiten Öffentlichkeit ist weniger bekannt, dass es vor allem in Osteuropa einen breiten, vielfältig geplanten und auch spontanen jüdischen Widerstand gegeben hat. Widerstand in diesem Sinne war jede dem Vernichtungsprogramm der Nazis zuwider laufende Aktion. So waren Unterstützungsmaßnahmen für Verfolgte, die Bildung von Widerstandsgruppen in den Ghettos, Lagerrevolten in Sobibor, Treblinka und Auschwitz-Birkenau bis hin zum bewaffneten Kampf, wie im Warschauer Ghetto und Bialystok Beleg für den großen Überlebenswillen der europäischen Juden. Wir möchten Ihnen 25 dieser jüdischen Widerstandskämpfer vorstellen.
Bei Interesse an unserer Wanderausstellung „Helden des Alltags“ und anderen Formen der Zusammenarbeit wenden Sie sich bitte direkt an uns.
Förderverein Kulturstadt Görlitz-Zgorzelec e.V.
Ansprechpartnerin: Monika Kamphake
Untermarkt 23 I D-02826 Görlitz
Tel. +49 (0)3581 - 767 83 31, mkamphake@goerlitz-zgorzelec.org
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