Archiv: 'Deutscher Widerstand'

Maria Grollmuss - eine deutsche Lehrerin

Maria Grollmuss

Maria Grollmuss

Maria Grollmuss wurde am 24. April 1896 in Leipzig in Leipzig geboren. Ihre Heimat sah sie unter den Sorben in der Lausitz.

Ab 1920 studierte sie in Berlin und Leipzig und schloss ihr Lehrerstudium 1928 mit der Promotion ab. Daraufhin erhielt sie die Berechtigung für ein höheres Lehramt. Doch vor 1933 wurde sie bereits aus dem aktiven Schuldienst wegen politischer Unzuverlässigkeit entlassen.

Von 1933 an unterstützte sie sozialdemokratische und kommunistische Gefangene und deren Angehörige. Dabei fungierte sie auch als Fluchthelferin. Sie schmuggelte gefährdete Genossen über die Grenze in die Tschechoslowakei. Dabei wählte sie das in der Oberlausitz gelegene Dorf Radibor bei Bautzen als Ausgangspunkt ihrer Aktionen.

Bald kam es aber zur Denunziation und sie wurde am 07. November 1934 verhaftet und zunächst in Dresden inhaftiert. Am 23. November 1935 wurde sie vom Volksgerichtshof zu 6 Jahren Zuchthaus verurteilt und im Zuchthaus Waldheim inhaftiert. Im Januar 1940 ins KZ Ravensbrück überstellt. Dort half sie vielen Häftlingen mit ihren guten Sprachkenntnissen. Am 06. August 1944 starb sie dort, weil ihr rechtzeitige medizinische Hilfe versagt wurde. (Tumor)

Quelle: Lexikon des Widerstandes 1933 – 45; Verlag München 1994; S. 70

Bildquelle: Gedenkstätten Deutscher Widerstand Berlin

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